to do or not to do?

Listen, Listen, nix als Listen! Neben der klassischen To-do-Liste gibt es ja z. B. die Done-Liste. Meine simple, in Word geführte Aufstellung ist beides: Ich trage dort natürlich Dinge ein, die ich erledigen muss. Fast täglich passiert es aber auch, dass ich zwischendrin Sachen erledige, die gar nicht geplant waren. Und damit ich mich dann abends nicht immer frustriert fragen muss: „Was hab ich heute eigentlich geschafft?“, schreibe ich das dann schnell auf meine Liste und streiche es sofort durch. Fühlt sich super an!

Gerade lief mir aber auf Twitter dieser ausführliche Artikel der Karrierebibel über Selbstmanagement über den Weg – und mit ihm unter anderem die Not-to-do-Liste. Vermutlich ein nicht mehr ganz so neues Ding – ich hatte mich jedoch noch nicht damit befasst. Als ich den Begriff hörte, dachte ich spontan: „Wieso soll ich Dinge aufschreiben, die ich nicht erledigen werde?“ Bei näherer Betrachtung ist das jedoch keine schlechte Idee. Ich meine – wir kennen doch alle diese ewigen To-dos, die uns seit Jahren böse anstarren, immer mal weitergeschoben und irgendwann aus Versehen *hüstel* gelöscht werden. Oder? Ich denke da zum Beispiel an meine Fotobücher der Jahre 2009ff und ähnlich untote Aufgaben. Vielleicht wäre es tatsächlich für das Gewissen besser, sowas gleich auf eine Liste mit dem Titel „Mache ich sowieso nicht“ zu schieben. Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, dass ich irgendwann, von Langeweile überfallen, das doch noch mache.

to-do-liste

Wenn die ewigen To Dos dich böse anschauen …

Aber um solche Zombies geht es bei der Not-to-do-Liste gar nicht nur, wie ich jetzt lernte. Sondern auch um Gewohnheiten, die es abzulegen gilt. Produktivitätstrainer Ivan Blatter zum Beispiel hat so eine Liste gemacht, auf der ich einiges fand, das ich ähnlich handhabe (wie das morgendliche Abschotten, um in Ruhe an Kreativprojekten arbeiten zu können). Auch habe ich im aktuellen Jahr ganz bewusst entschieden, mich nicht übers Normalmaß hinaus in einem außerberuflichen Bereich zu engagieren. Ich habe zurzeit einfach zu viel anderen Kram am Bein, um das auch noch zu schaffen. Dabei habe ich gemerkt, wie entlastend das war: Ich musste nicht mehr bei jeder Anfrage aus dieser Richtung nachdenken und mein schlechtes Gewissen bekämpfen. Sondern konnte das entspannt ignorieren bzw. freundlich absagen. Es stand sozusagen auf meiner mentalen Not-to-do-Liste.

In diesem Gastbeitrag hat Ivan Blatter das Prinzip nochmal genauer geschildert und gibt hilfreiche Tipps, wie man sich Zeitfressern und unnötiger Aufgaben entledigen kann. Dieses strukturierte, bewusste und strategische Vorgehen nehme ich jetzt direkt mal auf meine To-do-Liste ;-). Und das wird ganz bestimmt kein Zombie, sondern spätestens im Urlaub erledigt. Denn das ist für mich die ideale Zeit, um mit Abstand über solche Dinge nachzudenken.

Und was schreibst du auf deine  Not-to-do-Liste?

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Texterin, Redakteurin, Bloggerin. Liefert Konzept, Text und Redaktion für Web, Werbung und Corporate Publishing. Bloggt hier übers Leben und Texten und dort übers Reisen: rumreiserei
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